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PHASE 1: ANALYSE

Licht Hommage: László Moholy-Nagy »Licht-Raum-Modulator« Matrix - Herleitung & Visualisierung

PHASE 2: MATERIALIZE

Lichtexperimente Papplicht

PHASE 3: SYNTHESIZE

Ideeentwicklung: Papp-Pixel Aufbau Modellbau Holzverarbeitung Papier&Wellpappe Elektronik Zugmechanismus Aufhängung Schrift Typo Wortmatrix Galerie

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PHASE 1: ANALYSE

Licht Hommage

Ausgangspunkt unserer Arbeit war die Auseinandersetzung mit László Moholy-Nagy, der als Maler, Typograf, Bauhauslehrer sowie Bühnenbildner tätig war und zudem als der erste Multimediakünstler gilt. Als charakteristisches Werk wählten wir den Film „Lichtspiel Schwarz-Weiß-Grau“, der die Projektion durch den Licht-Raum-Modulator abbildet, sowie die Maschine selbst. Moholy-Nagys Inszenierung von Licht und Schatten und die reduzierte, abstrakte Formensprache sind kennzeichnend für seine gesamte Arbeitsweise.

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Matrix Herleitung

Anhand von Filmausschnitten analysierten wir die Charakeristika des Werks. Die grundlegenden und wiederkehrenden Elemente beschrieben wir in fünf Begriffen.

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PHASE 2: MATERIALIZE

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Lichtexperimente

In zahlreichen Experimenten erkundeten wir Facetten der Lichtnutzung, -manipulation und -gestaltung. Wir variierten Abstände zwischen Lichtquelle, Objekt und Leinwand, um verschiedene Projektionen und Schatten zu erzeugen. Außerdem untersuchten wir Spiegelungen und Reflektionen, farbige Schatten und Lichtbrechung, sowie Licht-Schatten-Verläufe in der Bewegung.

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Papplicht

Leitet man Licht durch Wellpappe, wird durch die wellenförmigen Kanäle ein dreieckiger Lichtpunkt auf eine Leinwand projiziert. Wir testeten verschiedene punktuelle Lichtquellen und verschiedene Abstände zur Projektionswand. Erstaunlicherweise wirkt diese analoge Lichtbündelung besonders in der Bewegung wie ein digitaler Pixeleffekt. Das schien uns eine vielversprechende Methode zu sein, die wir in unserem Projekt weiterentwickeln wollten.

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PHASE 3: SYNTHESIZE

Ideeentwicklung: Papp-Pixel

Unsere Intention war es, ein partizipatives Lichtobjekt zu gestalten. So entstand die Idee der Lichtangel, mit welcher der Nutzer das Licht verschieben kann. Der Kontrast zwischen digitaler Wirkung des Lichteffekts und dessen analoger Herstellung inspirierte uns, die Digitalisierung unserer Gesellschaft selbst zu thematisieren.

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Wir untersuchten verschiedene Konzeptansätze auf ihre Funktionalität, Realisierbarkeit und voraussichtliche Wirkung auf den Rezipienten.

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Aufbau

An einer Leiste hängen fünf Kästen, von denen jeder einzelne sechs verschiedene, leuchtende Wörter anzeigen kann. Je nach Position der Lichtquelle werden so unterschiedliche Sätze sichtbar. Wir konfrontieren den Nutzer mit offenen Fragen und kritischen Aussagen. Die Kombinierbarkeit der Wörter und auch die Austauschbarkeit der Kästen unterstreicht die Optionenvielfalt, der wir uns in der digitalen Welt ausgesetzt sehen.

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geometrisch: Dreieckige Pixel, rechteckige Kästen, runde Korkkugeln

überlagernd: Aufbau in Schichten

invertiert: Analoge Funktionsweise- digitale Wirkung

wiederholend: Pixelreihung

verschoben: Licht, sowie Wörter und Inhalte

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Modellbau

In Tag- und Nachtschichten verarbeiteten wir zahlreiche Einzelteile in vielen Arbeitsschritten zu den Papp-Pixeln.

Holzverarbeitung

Auf Gehrung sägen, Bohren mit Forstnerbohrer und Lochkreissäge, Fräsen, Drehen, Leimen und Schleifen.

Zahlreiche Aussparungen im Pappel-Sperrholz werden benötigt: Löcher für den Lüfter, Seilausgang, Kabelschächte oder Führungsnuten.

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Papier & Wellpappe

Cutten, Kleben, Einpassen, Lasern, Falten, Kaschieren.

Welche Wellpappe ist die richtige und mit welcher Vorrichtung kann man 265 Streifen schneiden? Wie wird die Schrift perforiert und die Schichten miteinander fixiert?

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Elektronik

Verkabeln, Löten, Testen, Kühlen.

Wie können die Kästen mit Strom versorgt werden? Wie wird sichergestellt, dass das Licht die richtige Wirkung erzielt und verhindert werden, dass die LEDs überhitzen?

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Die obere Illustration diente uns zur Formfindung beim Erstellen der Schnurführung.

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Zugmechanismus

Die LED-Panels gleiten in Schienen auf und ab. Sie sind an einem Zugband gespannt, welches über die Schnurführung, die „Öhrchen“ der Papp-Pixel nach außen gelenkt wird. Für diese seitliche Führung des Zugbandes wählten wir weißes Kunststoffseil mit fest fixierter Korkkugel als Griff und Begrenzungspunkt vor Überzug.

Aufhängung

Zur Stromversorgung der Lichtkästen überlegten wir uns den elektrischen Kontakt über kleine Kupferplättchen herzustellen, da wir dort keine äußerlich sichtbaren Kabel haben wollten. Daduch können wir diese einfach und flexibel abnehmen und vertauschen. Die leuchtenden Worte erscheinen dann unmittelbar beim Einhängen der Kästen an der Leiste.

Zuletzt hingen die Kästen an der Leiste nicht plan an der Wand wie geplant. Um die Hängung auf Augenhöhe trotzdem zu gewährleisten, bauten wir fix eine Hinterkonstruktion aus -Wellpappe! - um einen Abstand von der Wand zu schaffen. Die Papp-Pixel fixieren sich so durch ihr Eigengewicht und die Balance ist wieder hergestellt.

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Schrift

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Typo

Um eine inhaltliche Aussage zu übermitteln, entschieden wir uns eine typografische Anordnung der Pixel zu wählen. Hierzu stellt ein Lichtdreieck der Wellpappenkanäle ein Pixel der Schriftzeichen dar. Wir testeten verschiedene Schriftgrößen, -schnitte und -arten und untersuchten sie auf Lesbarkeit und Anmutung. Die Typo Merkur wählten wir aus, da sie genau die Schrägen aufweist, um mit den Pixeln abzuschließen und sie möglichst wenig unterbricht.

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Wortmatrix

Was unterscheidet die Interaktion zwischen Menschen und Computern? Was kann man aus der analogen Welt in die digitale übertragen? Welche Gefahren sehen wir uns ausgesetzt und wie beeinflusst das Internet unsere Identität? Beim Finden unserer Lichtwörter erwies sich die englische Sprache für die Idee der schmalen Kästen als hilfreicher, da die Wörter kürzer sind und zusammengesetzte Wörter auseinander geschrieben werden. Nach langem Schieben und Anordnen entstand eine Matrix, die den Fokus auf Kombinierbarkeit der Sätze untereinander legt.

Galerie

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Film

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