problemstellung

Steckdosenleisten sind starr, unveränderbar und auf Ersatz ausgelegt. Zu viele oder zu wenige Steckdosen, Kabel die im Weg hängen oder zu kurz sind. Der Markt hat sich im Sinne der Flexibilität nie wirklich Gedanken gemacht. Strom gilt als unsichtbares Nebenprodukt, das man einmal kauft und vergisst. Dabei hat sich die Art, wie wir leben und arbeiten, fundamental verändert. Es bedarf heutzutage eine Stromversorgung, welche flexibel genug ist unsere individuellen Bedürfnisse zu befriedigen.


lösung

row beginnt mit einer einfachen Überlegung: Was wäre, wenn Stromversorgung genauso flexibel wäre wie die Räume, in denen sie stattfindet?

Das Ergebnis ist ein modulares System, das auf einem offenen Industriestandard basiert – dem IEC-60320-Stecksystem, das bereits in unzähligen Geräten weltweit verbaut ist. Statt einen proprietären Stecker zu erfinden, nutzt row genau das, was es bereits gibt: C13 und C14, werkzeuglos verbindbar, in beliebiger Kombination.

Jedes Modul hat einen Eingang und einen Ausgang. Module werden direkt zusammengesteckt oder über handelsübliche Kabel verlängert oder verbunden – in jeder Länge, jeder Farbe, jeder Anordnung. Das System wächst mit den Anforderungen. Ein Schuko-Modul heute, ein USB-C-Lademodul morgen, ein Smart-Control-Modul übermorgen. Kein kompletter Neukauf. Keine Inkompatibilität. Keine Verschwendung.


nachhaltigkeit

Das System ist auf maximale Lebensdauer ausgelegt – erweiterbar statt ersetzbar. Kabel und Adapter können Markenunabhängig genutzt werden und bleiben so für immer verfügbar. Defekte Module werden kostenlos instand gesetzt, nicht mehr benötigte aufbereitet und weiterverkauft. Ebenfalls kann ein autonomer Second-Hand-Markt entstehen, auf dem Nutzer*innen ihre nicht mehr gebrauchten Module verkaufen können und so der Kreislauf des Produkts verlängert wird. Und das Wichtigste: Alle Module aller Generationen bleiben dauerhaft kompatibel. Wer heute kauft, kauft für viele Jahre.


design & formsprache

Minimalistische Grundgeometrien, ruhige Flächen, keine Dekoration. Die Form erklärt die Funktion. Wer das Modul in die Hand nimmt, weiß sofort, wie es funktioniert. Das Produkt wirkt offen, ehrlich und präzise.

Alle Module besitzen die gleichen Grundmaße und sind gleich verarbeitet. Dadurch wirken alle unterschiedlichen Module harmonisch zusammen und wirken wie aus einem Guss.

Für den Abschluss der row Reihe gibt es ein Abschlussmodul, welches die Steckerleiste perfekt abschließt.


zwischenpräsentation

Zur Mitte des Semesters haben wir eine Zwischenpräsentation zu unserem Projekt gehalten. Ziel davon war es, das Konzept als Ganzes zu sehen, um gegebenenfalls die Richtung noch anzupassen, bevor es zur finalen Ausarbeitung geht.

Hinweis: Anfangs war der Arbeitstitel des Projekts „Modu-Link“. Nach weiterer Recherche wurde der Projektname jedoch in „row“ geändert.


endpräsentation


werkschau

Im Rahmen des Kurses präsentierten wir unsere Produkt am Ende des Semesters auf der Werkschau 2026 der Fachhochschule Potsdam. Dafür gestalteten wir einheitliche Projektplakate. Im Folgenden sind Auszüge aus unserer Ausstellung auf der Werkschau zu sehen.


reflexion

Der Kurs „Small Objects, Moving Lives“ erfüllte meine Erwartungen an den Studiengang Produktdesign voll und ganz. Wöchentliche Input-Sessions zu verschiedenen Themen der Produktentwicklung boten eine solide Grundlage. Die Wahl eines vordefinierten Themas ermöglichte einen schnellen Einstieg in die Arbeit.

Besonders gefiel mir die Möglichkeit, mich in die technische Ausarbeitung meines Themas zu vertiefen. Ich plante detailliert, wie das Design funktionieren und hergestellt werden kann. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Strom und Steckdosen machte mir großen Spaß und brachte mir wertvolles Wissen, das ich auch in anderen Projekten anwenden konnte.

Es wäre hilfreich gewesen, Expert*innen für das Themengebiet zur Verfügung zu haben, die genaues Wissen über die technischen Anforderungen hätten vermitteln können.

Leider verlor ich am Ende des Kurses den Überblick und konnte nicht alle meine Anforderungen erfüllen. Ursprünglich wollte ich das Packaging umsetzen. Ich erstellte erste Prototypen, die jedoch nicht zufriedenstellend waren. Durch die herannahende Deadline musste ich dieses Projekt auf Eis legen. Auch das Branding und die Namensfindung bereiteten mir Schwierigkeiten und kosteten viel Zeit, bis sie schließlich zufriedenstellend waren.

Ich hatte mir außerdem vorgenommen, weitere Module konzeptionell weiter auszuarbeiten und als einfache Prototypen umzusetzen. Dabei lernte ich jedoch, die Aufgaben auf das Wesentliche zu reduzieren und mich auf diese zu konzentrieren.

Ich könnte an diesem Projekt noch mindestens ein ganzes weiteres Semester arbeiten, um das Produkt weiter zu optimieren und die Marke auszubauen. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.