Projektbeschreibung

Im Rahmen dieses Kurses wurde das Packaging ausgewählter Produkte aus einer Reihe von Reinigungs- und Lösungsmitteln der Marke FLT grundlegend überarbeitet. Die Produkte, die über Toom Baumärkte vertrieben werden, weisen bislang keine erkennbare Markenidentität auf und weisen keine visuellen Unterscheidungsmerkmale auf. Ziel des Redesigns war es daher, eine klare gestalterische Linie zu entwickeln, die sowohl die Wiedererkennbarkeit stärkt als auch die Orientierung für Käufer*innen verbessert.

Die Produktreihe umfasst verschiedene Gebindeformate, darunter 500-ml-Dosen, 1000-ml-Varianten sowie eine spezielle 1000-ml-Flasche für Salmiakgeist. Zur Visualisierung des neuen Gestaltungskonzepts wurden entsprechende Mock-ups in Form von Renderings in Adobe Illustrator erstellt.

Das Problem

Die bestehende Gestaltung der Produktreihe weist mehrere Defizite auf. Zum einen fehlt eine klare visuelle Differenzierung zwischen den einzelnen Produkten, was die Orientierung für Käufer*innen erheblich erschwert. Zum anderen heben sich die Produkte kaum von Konkurrenzangeboten ab, wodurch ein Wiedererkennungswert nahezu nicht vorhanden ist.

Hinzu kommt eine unübersichtliche Informationsgestaltung: Wichtige Inhalte sind überwiegend auf der Rückseite platziert und in Form dichter Textblöcke organisiert. Käufer*innen müssen sich diese Informationen mühsam erschließen, was insbesondere bei sicherheitsrelevanten Produkten problematisch ist.

Die Lösung

Das entwickelte Redesign basiert auf einem zeitlosen, modularen Gestaltungssystem, das Klarheit, Struktur und eine verbesserte Nutzerführung in den Fokus stellt. Zentrales Element ist eine tabellarische Aufbereitung der wichtigsten Informationen, die bereits auf der Vorderseite sichtbar sind. Dazu zählen eine kurze Produktbeschreibung, Einsatzmöglichkeiten, geeignete Materialien sowie Inhaltsstoffe, Füllmenge und zentrale Warnhinweise.

Eine klare typografische Hierarchie trennt dabei deutlich zwischen Produkt- und Informationsebene. Ein prägnanter Produktname in Kombination mit einer Farbcodierung ermöglicht eine schnelle visuelle Unterscheidung innerhalb der Produktreihe. Dieses Zusammenspiel unterstützt eine intuitive Orientierung und erleichtert die Kaufentscheidung.

Das Etikett folgt einem konsequent modularen Aufbau, der sich flexibel auf weitere Produkte und zukünftige Erweiterungen der Produktlinie übertragen lässt.

Gestaltungssystem

Farbsystem

Das Farbsystem orientiert sich an etablierten Warn- und Gefahrfarben und bewegt sich in einem Spektrum von intensivem Rot bis hin zu Warngelb. Ergänzt wird dieses durch dunklere Abstufungen, die eine zusätzliche Differenzierung innerhalb der Produktreihe ermöglichen.

Ein Farbstreifen am oberen Rand des Etiketts übernimmt dabei eine doppelte Funktion: Er dient als Hintergrund für den Produktnamen und fungiert zugleich als visuelles Leitsystem zur schnellen Identifikation des jeweiligen Produkts.

Typografisches Konzept

Das typografische Konzept stellt Lesbarkeit und klare Informationsstruktur in den Mittelpunkt. Die Vorderseite ist so gestaltet, dass alle für die Kaufentscheidung relevanten Informationen sofort erfassbar sind, während die Rückseite detaillierte Angaben wie Sicherheits- und Anwendungshinweise übersichtlich aufbereitet.

Für den Produktnamen kommt die Schrift Druk Wide (Heavy) zum Einsatz. Durch ihren breiten und kräftigen Schnitt wird eine starke visuelle Präsenz geschaffen, die den Produktnamen als zentrales Entscheidungskriterium hervorhebt.

Die tabellarisch dargestellten Informationen werden in Roboto Mono (Regular und Bold) gesetzt. Die Monospace-Schrift unterstützt durch ihre gleichmäßige Struktur die klare Gliederung und unterstreicht gleichzeitig den technischen Charakter der Produkte.

Für Fließtexte sowie den Markennamen wird Aktiv Grotesk verwendet. Diese serifenlose Schrift zeichnet sich durch gute Lesbarkeit und eine moderne, funktionale Anmutung aus. Der Markenname tritt dabei bewusst in den Hintergrund, da die Kaufentscheidung primär über die Funktion des Produkts erfolgt.

Layout

Das Layout folgt einer klaren funktionalen Trennung zwischen Vorder- und Rückseite. Während die Vorderseite alle wesentlichen Informationen kompakt und übersichtlich darstellt, bietet die Rückseite Raum für detaillierte Hinweise zur Anwendung, Sicherheitsinformationen sowie Entsorgungshinweise.

Durch diese strukturierte Aufteilung wird sowohl eine schnelle Orientierung im Verkaufsprozess als auch ein sicherer und informierter Umgang mit den Produkten gewährleistet.

Projektfazit

Das entwickelte Redesign stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber der bisherigen Gestaltung der FLT-Produktreihe dar. Während das ursprüngliche Packaging durch fehlende Differenzierung, geringe visuelle Präsenz und eine unübersichtliche Informationsstruktur geprägt war, schafft das neue Konzept eine klare, konsistente und funktionale Gestaltung.

Besonders hervorzuheben ist die verbesserte Orientierung für Käufer*innen: Durch die Kombination aus Farbcodierung, prägnanter Typografie und tabellarischer Informationsdarstellung lassen sich Produkte nun schnell unterscheiden und inhaltlich erfassen. Wichtige Informationen sind nicht länger in schwer zugänglichen Textblöcken verborgen, sondern auf einen Blick verfügbar und logisch strukturiert.

Auch im Wettbewerbsumfeld gewinnt die Produktreihe deutlich an Profil. Das zuvor nahezu austauschbare Erscheinungsbild wird durch ein eigenständiges, wiedererkennbares Gestaltungssystem ersetzt, das sowohl funktional als auch visuell überzeugt.

Insgesamt führt das neue Design zu einer klareren Kommunikation, einer stärkeren Markenpräsenz sowie einer verbesserten Nutzerfreundlichkeit und bietet zugleich eine flexible Grundlage für zukünftige Erweiterungen der Produktlinie.

Pflichtformate

Produktblatt (DINA4, CMYK)

1080 × 1350 Px Insta (max. 3 Motive als Karusell)

1920 × 1080 Px FullHd für Präsentationen (max 2 Motive)

Reflexion

Alles in allem fand ich den Kurs sehr spannend und konnte daraus viel mitnehmen. Ich fand sowohl den theoretischen Teil als auch die praktischen Abschnitten sehr lehrreich. Auch das Feedback hat mir sehr geholfen mein Redesign und meine Entwürfe weiterzuentwickeln - auch wenn Ton manchmal etwas kritischer war, als in meinen bisherigen Kursen (was aber nichts Schlechtes heißen soll).

Etwas schade fande ich nur, dass der Campaigning-Teil wegfiel aufgrund der geringeren Terminzahl im Wintersemester. Allerdings gibt es ja auch einen weiterführenden Kurs im zweiten Studienabschnitt.

Zwischenpräsentation

Abschlusspräsentation