Der Kurs vermittelt grundlegende Einblicke in das Produktdesign. Im Verlauf des Semesters dient ein Cutter-Messer als zentrales Untersuchungsobjekt. Anhand dieses alltäglichen Werkzeugs wird nachvollzogen, wie Produkte entwickelt werden, wie sie konstruiert sind und welche Aspekte hinsichtlich Form, Funktion und Material eine Rolle spielen. Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht darin, den bestehenden Zustand des Objekts genau zu analysieren und unterschiedliche Möglichkeiten der Darstellung zu erproben. Dazu zählen technische zweidimensionale Zeichnungen, erste dreidimensionale Modelle sowie verschiedene zeichnerische Übungen. Parallel erhalten wir eine Einführung in das Programm Illustrator und lernen, wie dessen Benutzeroberfläche für technische Darstellungen genutzt werden kann. Auf Grundlage der Analyse entwickeln wir anschließend eigene Varianten und Neuinterpretationen des Cutters, die dokumentiert und präsentiert werden.

Der Gegenstand

Alles gleich?

Im nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen Arten von Cuttern und verglichen diese miteinander. Dabei wurden zentrale Unterschiede zum Modell NT S-200 herausgearbeitet, um besser einschätzen zu können, wie eng oder entfernt die jeweiligen Modelle miteinander verwandt sind.

Darauf aufbauend richteten wir den Blick auch auf andere Werkzeuge und Gegenstände, die eine ähnliche Aufgabe erfüllen oder nach einem vergleichbaren Funktionsprinzip arbeiten. Auch hier bestand die Aufgabe darin, genau zu untersuchen, worin sich diese Objekte unterscheiden und in welchem Maß sie sich technisch oder formal ähneln beziehungsweise voneinander abweichen.

Zum Abschluss der Aufgabe blieb es nicht bei der rein sprachlichen Analyse. Zusätzlich setzten wir uns zeichnerisch mit dem Modell auseinander. Die Darstellung sollte so präzise sein, dass eine Person, die den Cutter zuvor noch nie gesehen hat, ihn allein anhand der Zeichnung theoretisch rekonstruieren könnte.

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Vorträge über Designer

Um einen tieferen Einblick in die vielfältige Welt der Designerinnen und Designer sowie der unterschiedlichen Designstudios zu erhalten, haben wir ein Losverfahren durchgeführt. Jede Person aus unserer Gruppe zog dabei zwei Designer oder Designstudios, die sie anschließend näher kennenlernen sollte. Da jede Designerin, jeder Designer oder jedes Studio insgesamt zweimal im Lostopf vertreten war, bildeten sich automatisch Zweiergruppen von Studenten, die denselben Namen gezogen hatten. Diese Aufteilung ermöglichte es uns, gemeinsam zu recherchieren, Informationen auszutauschen und uns intensiv mit den jeweiligen Kreativen auseinanderzusetzen.

Im nächsten Schritt bereiteten wir in unseren Zweiergruppen etwa zehnminütige Vorträge vor, in denen wir die von uns gezogenen Designerinnen und Designer beziehungsweise Studios vorstellten. Dabei legten wir besonderen Wert darauf, ihre gestalterische Handschrift, ihre bedeutendsten Projekte, den kreativen Hintergrund sowie mögliche Einflüsse auf ihre Arbeit zu beleuchten. Ziel war es, nicht nur die wichtigsten Fakten zu präsentieren, sondern auch ein Gefühl für die jeweilige Designphilosophie zu vermitteln und die Besonderheiten der einzelnen Arbeiten herauszustellen.

Durch dieses Vorgehen konnten wir unser Wissen über unterschiedliche Ansätze und Arbeitsweisen im Bereich Design vertiefen und gleichzeitig spannende Einblicke in die kreative Vielfalt der Branche gewinnen.

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2D- Analyse

Unter Verwendung von Adobe Illustrator bestand unsere Aufgabe darin, eine präzise technische Zeichnung des vorliegenden Cuttermodells im Maßstab 1:1 anzufertigen. Dabei lag der Fokus nicht nur auf der exakten Darstellung sämtlicher Konturen und Proportionen, sondern auch darauf, alle relevanten Details sauber und übersichtlich darzustellen, um die Funktionalität und die Konstruktion des Cutters eindeutig nachvollziehbar zu machen.

Darüber hinaus haben wir uns intensiv mit der Erstellung einer isometrischen Darstellung befasst. Insbesondere haben wir gelernt, den Cutter in einer 30-Grad-Isometrie im gleichen Maßstab 1:1 zu visualisieren. Diese Darstellungsform bietet den Vorteil, dass die räumliche Wirkung des Modells erkennbar wird, ohne dass es zu perspektivischen Verzerrungen kommt. Durch diese Übung haben wir ein besseres Verständnis für die Umsetzung technischer Zeichnungen in zwei und drei Dimensionen entwickelt und gleichzeitig unsere Fähigkeiten im Umgang mit den Werkzeugen von Adobe Illustrator vertieft.

3D- Analyse

Nachdem wir unsere 2D-Analyse abgeschlossen hatten, widmeten wir uns dem Bau des Cutters in einem dreidimensionalen Modell aus Wellkarton. Dieses Modell wurde im Maßstab 7,5:1 erstellt, um eine realistische Darstellung des späteren Objekts zu gewährleisten.

Luigi Collani Cutter

In dieser Aufgabe bestand unsere Herausforderung darin, uns intensiv in die Perspektive der von uns zuvor ausgelosten Designerin oder des Designers hineinzuversetzen. Ziel war es, ihre individuelle Gestaltungs- und Formensprache so gut zu verstehen, dass wir auf dieser Grundlage einen Cutter entwerfen konnten, der ihre ästhetischen und funktionalen Prinzipien widerspiegelt.