CONNECT / Research

In der ersten Einheit untersuchten wir Verbindungen in unserem alltäglichen Raum und hielten diese fotografisch fest, um anschließend die Vielfalt möglicher Verbindungsarten sowie die Unterscheidung zwischen lösbaren und nicht lösbaren Verbindungen zu identifizieren.

RE-CONNECT

Im darauffolgenden Abschnitt bestand die Aufgabe darin, eine bestehende Verbindung in einem alltäglichen Gegenstand zu lösen und anschließend gezielt zu modifizieren. Auf dieser Grundlage sollte mithilfe einer individuell gewählten Technik eine neue Verbindung geschaffen werden.

Ich habe eine Zahnbürste als Ausgangsobjekt genutzt und wollte die Verbindung zwischen dem Körper und den Borsten auflösen. Mein Ziel war es dabei die grundlegende Form beizubehalten, die Borsten, die das funktionale Element der Bürste darstellen, jedoch durch ein Material zu ersetzen, das ihnen optisch ähnelt, den Nutzen aber deutlich verändert. Dazu habe ich die Borsten abgeschnitten und stattdessen Streichholzenden angeklebt.

MEASURE ME

Bei dieser Aufgabe sollten wir unseren Körper sowohl im statischen als auch im dynamischen Zustand ausmessen und die Daten und neuen Erkenntnisse in einer Grafik darstellen, um eine übersichtliche Darstellung unserer Proportionen und Größenverhältnisse zu erhalten.

EXKURSIONSMEMO

Bei unserer Exkursion am 24.11.2025 besuchten wir vier verschiedene Ausstellungen in der Berlinischen Galerie, im Humboldt Forum, in den KunstWerken sowie im C/O Berlin. Unsere Aufgabe bestand darin, unsere Eindrücke in einem postkartengroßen Format zu dokumentieren. Dabei war es uns freigestellt, ob wir uns auf ein einzelnes Werk, eine Installation oder den gesamten Verlauf der Exkursion konzentrieren wollten.

Besonders ins Auge gefallen ist mir ein Ausstellungsstück innerhalb der Arbeiten des Künstlers Raoul Hausmann, die wir in der Berlinischen Galerie fanden. Das Werk hatte weder einen Titel noch eine erläuternde Beschreibung und schien eine reine Präsentation seiner Arbeitswerkzeuge zu sein. Diese waren auf einer Styroporplatte fixiert und unter einer Folie versiegelt. Auf mich wirkte es im ersten Moment jedoch vielmehr wie eine künstlerischen Collage aus kleinen spannenden, namenlosen Gegenständen. 

Mir hat sehr gefallen wie diese Methode aussah und was sie schaffte und wollte gerne selber mit ihr experimentieren. Da ich über einen längeren Zeitraum hinweg diverse kleine Objekte in Gläsern gesammelt hatte, konnten diese perfekt dafür nutzen. Ich ordnete sie auf einer Pappe an, befestigte sie mit Sekundenkleber und deckte sie anschließend mit gestraffter Frischhaltefolie ab.

BODY EXTENSION

Die „Body Extension“-Aufgabe, bei der wir, wie der Name schon sagt, unseren Körper mithilfe einer Papp-Struktur unseren Bedürfnissen nach erweitern sollten, widmete ich meiner Lieblingsschlafposition: auf dem Rücken liegend, mein Gesicht in meiner Armbeuge. Da ich den Druck auf den Augen, sowie die entstehende Dunkelheit sehr angenehm finde, jedoch im Alltag meist beide Arme benötige, habe ich ich mir einen „dritten Arm“ gebaut, der diese Position für mich übernimmt.

MATERIAL & POTENTIAL

Für mein Abschlussprojekt wählte ich die Zahnbürste als Ausgangsobjekt, und analysierte ihre grundlegende Funktion und Gestaltung. Dabei fiel mir auf, wie sich die meisten Zahnbürsten, obwohl sie einen spezifischen Nutzen haben, äußerlich in bestimmten Aspekten voneinander unterscheiden und stellte dabei unwillkürliche Attribute, die für die Ergonomie der Zahnbürste sorgen, und willkürliche Attribute, die der Ästhetik dienen, fest. 

Bei dem Analysieren und Experimentieren mit der Zahnbürste, habe ich immer weiter von dem eigentlichen Objekt entfernt, sodass ich innerhalb des thematischen Raums auf Gebisse gekommen bin und mich mit deren Individualität und Außergewöhnlichkeiten näher beschäftigen wollte. 

In diesem Zuge entstand eine Bildreihe, die ich mithilfe von Cyanotypie erstellte. Sie zeigt kontrastreiche Fotografien von Gipsgebissen, bei denen die Details der einzelnen Zähne sowie der Aufbau der Zahnreihen im Fokus stehen. Durch die Cyanotypie-Methode entsteht optisch eine Verbindung zu Röntgenbildern.

KURS DOKU

Reflexion

Der Kurs hat mir das analoge Arbeiten, welches mir durch die ersten Semester, in denen ich hauptsächlich digital gearbeitet habe, einwenig verloren gegangen ist, wieder näher gebracht. Ich hatte die Möglichkeit neue Techniken und Methoden kennenzulernen und dementsprechend neue Arbeitsweisen, mit denen ich in Zukunft kreative Aufgaben angehen kann.