Motivation im Wandel, In diesem Film begleite ich einen 35-jährigen iranischen Sportler, der vor drei Jahren mit seiner Frau nach Berlin gezogen ist. Mich interessiert, wie er versucht, trotz der Herausforderungen des Alltags und des Lebens in einem neuen Land, seinen gesunden Lebensstil und seine innere Balance zu bewahren. Ich wollte zeigen, dass selbst disziplinierte und starke Menschen nicht jeden Tag motiviert sind. Es gibt Tage voller Energie und Fokus – und andere, an denen es schwerfällt, aufzustehen oder weiterzumachen. Der Film beobachtet diese Schwankungen zwischen Motivation und Müdigkeit, zwischen Kontrolle und Loslassen. Ich habe das Material mit dem Smartphone aufgenommen, um die Nähe und Echtheit des Moments zu bewahren. Der Sportler spricht im Film auf Persisch, mit deutschen Untertiteln. So entsteht ein ehrlicher Einblick in die Routine, Gedanken und kleinen Entscheidungen, die seinen Alltag formen – und vielleicht auch vielen anderen vertraut vorkommen.
Zwichenpräsentation-10.07.2025
Technische Aspekte, Bearbeitung und Fertigstellung.
Ich habe das gesamte Video mit meinem iPhone 14 Pro gedreht. Ein Teil der Aufnahmen entstand in meiner Wohnung, andere Szenen wurden in einem Fitnessstudio in Berlin, auf den Straßen der Stadt und teilweise in Sassnitz aufgenommen.
Für die Innenaufnahmen zu Hause habe ich mit einer LED-Lampe zusätzliches Licht eingesetzt, um eine weichere und ruhigere Atmosphäre zu schaffen.
Der Schnittprozess fand in Adobe Premiere Pro statt. Ich habe versucht, über den Rhythmus und die Atmo der Originalgeräusche eine emotionale Kontinuität zu schaffen. Der Originalton jeder Szene bleibt im Hintergrund hörbar, um Authentizität und Nähe zu bewahren. Die Voice-Over-Aufnahmen habe ich separat mit meinem Handy aufgenommen und anschließend den einzelnen Kapiteln zugeordnet.
Nach dem Final-Screening habe ich keine Änderungen mehr vorgenommen. Ich war mit der Struktur und Stimmung des Videos zufrieden und hatte das Gefühl, dass es die Balance zwischen dokumentarischem Realismus und persönlicher Reflexion bereits gut trifft.
Final Video
Fazit
Das Projekt war für mich eine sehr persönliche Arbeit. Es verbindet körperliche Routinen mit inneren Prozessen – Motivation, Zweifel, Erinnerung und Zugehörigkeit. Durch das Filmen und Schneiden habe ich gelernt, wie subtil sich Emotionen über Rhythmus, Atmo und Bildkomposition vermitteln lassen. Auch wenn das Video nur einen kleinen Ausschnitt zeigt, spiegelt es für mich ein echtes Stück meines Alltags und meiner Identität als Migrantin wider.