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CONNECT
Die Aufgabe bestand darin, verschiedene Verbindungen im Alltag zu finden und fotografisch zu dokumentieren. Diese Verbindungen konnten aus gleichen oder unterschiedlichen Materialien bestehen und entweder fest, beweglich, lösbar oder materialgerecht gestaltet sein. Sowohl alltägliche als auch ungewöhnliche Beispiele waren möglich.






















Bei den Verbindungen ging es um lösbare und nicht lösbare verbindungen und diese wurden nochmal genau identifiziert. Meine Verbindungen waren:
Verbindungen:
bedeckt & gelegt
eingehängt
gestrichen& aufgeschmolzen
geklebt
gesteckt & gebunden
verschweißt
gesteckt & geklebt
geschraubt
gehämmert
gesteckt
geschlossen
verklebt
gebunden
RECONNECT
Die Aufgabe war es, sich einen Alltagsgegenstand auszuwählen, der aus zwei verbundenen Elementen besteht.
Die bestehende Verbindung sollten wir dann entfernen und durch eine neue Verbindung ersetzt, die entweder funktional, ästhetisch oder konzeptionell eine neue Bedeutung schafft.
Ziel des Projekts:
Das Experiment untersucht die Verbindung zwischen zwei Elementen eines Alltagsgegenstands und ersetzt sie durch eine neue, alternative Verbindung. Dabei kann die Funktion des Objekts verändert, beeinträchtigt oder bewusst neu interpretiert werden.
BÜRSTE
Die vorher geklebte Verbindung wurde durch Kreppband ersetzt, sodass der Bürstenaufsatz nun an- und abgerissen und beliebig oft ausgetauscht werden kann.
Diese neuen Verbindungen machen die Objekte modular und wiederverwendbar, wodurch auch ein ökonomischer Aspekt in die Gestaltung mit einfließt.










SCHNULLER
Ursprünglich durch Schweißen verbunden, wurde die Verbindung durch Druckknöpfe ersetzt. Dadurch kann der Schnulleraufsatz flexibel ausgetauscht und wiederverwendet werden.
Diese neuen Verbindungen machen die Objekte modular und wiederverwendbar, wodurch auch ein ökonomischer Aspekt in die Gestaltung mit einfließt.












ABSCHLUSSPRÄSENTATION
SYSTEMVERBINDER
Die Aufgabe bestand darin, im Team ein dreidimensionales, funktionales Objekt zu gestalten, das auf einem vorgegebenen Systemverbinder basiert. Ich habe das Projekt zusammen mit Sebastian Kalle erarbeitet und zur Auswahl standen Rohrverbinder, Profilverbinder oder Knöpfe. Wir haben uns für Knöpfe als Verbindungssystem entschieden, um ein flexibles und modulares Design zu entwickeln.
IDEE
Unsere Idee war eine innovative Knopfhose, die sich flexibel anpassen lässt. Durch ein einfaches An- und Abknöpfen können verschiedene Stoffbahnen nach Belieben ausgetauscht werden, passend zu Wetterbedingungen und individuellen Stilvorlieben. Ursprünglich planten wir den Einsatz von Druckknöpfen sowie ein leichtes, gut vernähbares Material. Die Hose sollte unisex gestaltet sein, mit schlichten Farben sowohl für den Stoff als auch die Knöpfe.
PROZESS
Für die Umsetzung haben wir spezielle Knöpfe aus Modulor verwendet und mit verschiedenen Bindetechniken gearbeitet. Dabei kamen zwei verschiedene Garnarten zum Einsatz:
• Ein dickeres Garn, um die Knopflöcher stabil zu halten
• Ein dünneres Garn, um die Knöpfe sicher zu befestigen
Wir haben insgesamt 8 Knopflöcher genäht und geschnitten sowie 8 Knöpfe angebracht, um die modularen Stoffelemente flexibel austauschen zu können. Zudem wurde der Saum der Hose umgenäht, um eine saubere Verarbeitung zu gewährleisten.




KONZEPT
Unser Endprodukt ist eine Knopfhose, die durch ein variables Knopfsystem verschiedene Materialien und Stile miteinander kombiniert. Die Hose ermöglicht es, je nach Jahreszeit oder Stilvorlieben unterschiedliche Stoffteile anzubringen oder auszutauschen. So können beispielsweise Lederoptik, Jeans oder Joggingstoff miteinander kombiniert werden, wodurch ein wandelbarer Look entsteht – von sportlich bis elegant.
ERGEBNIS
Das Projekt spielt mit Kontrasten und Individualität – durch die abnehmbaren Stoffteile kann der Look immer wieder neu definiert werden, ohne dass eine komplett neue Hose nötig ist.










MEASURE ME
Aufgabe & Konzept
Die Aufgabe bestand darin, den eigenen Körper präzise zu vermessen – sowohl in statischer als auch in dynamischer Bewegung. Dabei ging es darum, verschiedene Maße zu erfassen, darunter Körperhöhe, Längen, Abstände sowie ein individuelles Handmaß, das jederzeit einfach abrufbar ist. Auf Grundlage dieser Messwerte sollten anschließend Zusammenhänge erkannt und grafisch visualisiert werden.
Umsetzung & Erkenntnisse
Zu den ermittelten Körpermaßen gehörten unter anderem die Augenhöhe, Schlüsselbeinhöhe, Brusthöhe, Bauchnabelhöhe und Hüfthöhe. Zudem habe ich ein persönliches Handmaß definiert: die Spanne zwischen Daumen und Zeigefinger, die bei mir genau 18 cm beträgt.
Besonders interessant war die Erkenntnis, dass meine Nasenlänge exakt 32,6-mal in meine gesamte Körpergröße passt. Durch diese Analysen entstand ein individuelles Verhältnis meiner Körperproportionen, das nicht nur visuell dargestellt, sondern auch als praktisches Referenzmaß genutzt werden kann.
Durch diese Messungen konnte eine persönliche Maßkette erstellt werden, die zeigt, wie verschiedene Körperteile in einem proportionalen Verhältnis zueinanderstehen.
BODY EXTENSION
IDEE
Die Aufgabe bestand darin, auf Grundlage individueller Maße aus der Maßkette eine dreidimensionale Körpererweiterung (Body Extension) zu entwerfen. Das Objekt sollte aus Mikrowellenpappe gefertigt werden und eine funktionale Verbindung zum Körper aufweisen.
Meine Idee war es, einen beweglichen, segmentierten Drachenschwanz als Körpererweiterung zu gestalten.
Inspiration
Die Faszination für Fasching und Fastnacht spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung dieser Idee. Schon lange hatte ich den Wunsch, ein auffälliges, raumeinnehmendes Kostüm zu besitzen – etwas, das Präsenz schafft und die eigene Körperlichkeit verstärkt.
Funktion
Der Drachenschwanz erzeugt eine starke Präsenz im Raum und zieht Aufmerksamkeit auf sich und verleiht dem Träger ein größeres, imposanteres Auftreten. Durch seine flexible Segmentierung bewegt er sich mit dem Körper, schwingt mit jeder Bewegung mit und kann aktiv gesteuert werden, wodurch eine spielerische, interaktive Komponente entsteht.
PROZESS
Die Body Extension wurde aus mehreren ineinandergesteckten Segmenten gefertigt, die an einen Drachenschwanz mit Schuppen erinnern. Die Konstruktion folgt einem klaren Prozess, der sowohl Stabilität als auch Flexibilität gewährleistet.
Ausmessen & Zuschneiden
Zunächst wurden die Maße festgelegt, um eine harmonische Proportion zum Körper zu erreichen. Anschließend wurde die Mikrowellenpappe zugeschnitten.
Kleben & Ineinanderstecken
Die einzelnen Schuppen wurden mit Holzleim fixiert, sodass sie eine stabile, aber dennoch bewegliche Struktur erhielten. Danach wurden sie ineinander gesteckt, um die typische Optik eines Drachenschwanzes zu erzeugen.
Verbindung mit Draht
Zur Fixierung der Segmente wurden Löcher gebohrt und diese mit Draht verbunden. Dabei wurde darauf geachtet, den Draht nicht zu fest zu ziehen, um die gewünschte Flexibilität zu bewahren. Dies ermöglicht es dem Schwanz, sich mit den Bewegungen des Körpers dynamisch mitzubewegen. Ein zu straffer Draht hätte die Segmente zu starr gemacht und die lebendige Bewegung eingeschränkt.








ERGEBNIS
Durch diese Body Extension entsteht nicht nur eine visuelle Erweiterung des Körpers, sondern auch eine neue Art der Bewegung und Interaktion mit der Umgebung.



























THE POTENTIAL OF THE EVERYDAY
In der Aufgabe The Potential of the Everyday ging es darum, ein alltägliches Objekt zu analysieren, seine Proportionen und Oberflächeneigenschaften zu erfassen und diese grafisch aufzubereiten. Durch Experimente sollten Funktionalität, Materialität und Herstellungsprozess untersucht und dokumentiert werden. Zudem sollten neue Nutzungsszenarien entwickelt und ein Aspekt als Entwurfsprojekt ausgearbeitet werden.
ANALYSE
Ich habe mich für den Alltagsgegenstand Gummis entschieden und zu Beginn habe ich mich mit den Proportionen, Formen und Oberflächeneigenschaften der Gummis auseinandergesetzt. Ich untersuchte ihre Struktur, mögliche Anordnungen (einfach, gekreuzt, geflochten, geschnitten) und verglich diese mit Formen aus der Natur und in welchem Zusammenhang sie in unserer täglichen Umwelt zu finden sind.
EXPERIMENTE
Durch eine Reihe von Experimenten habe ich das Potenzial von Gummibändern in verschiedenen Bereichen erforscht:
Kunst & Materialstudien:Gummibänder wurden auf Rahmen gespannt, gequetscht, geklebt und gelockert, um ihre Elastizität und Widerstandskraft zu analysieren.

Malen mit Gummis: Der Einfluss von Druck und Spannung auf die Farbaufnahme wurde getestet. Allerdings nahm das Material nur geringe Mengen Farbe auf, wodurch die Technik eingeschränkt blieb.




Staubwedel: Durch Formen, Lockern und Binden entstand ein flexibles Werkzeug, das Staub gut aufnahm. Allerdings zeigte sich, dass es nicht besonders langlebig war – häufiges Waschen beeinträchtigte die Haltbarkeit. Die Flexibilität war ein klarer Vorteil, doch die Materialeigenschaften setzten Grenzen in der praktischen Nutzung.






Musik: Die Spannung, Schwingung und Resonanz der Gummis wurden getestet, um ihre Eignung als klanggebendes Element zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass sie rhythmische und tonale Effekte erzeugen können.






Buchbinden: Gummibänder wurden als geflochtener,gefedelter, gespannter, gekreuzter und vielen weiteren Bindungen als Buchrücken und Lesezeichen eingesetzt. Obwohl sie funktional einsetzbar waren, erwiesen sie sich als wenig langlebig.






























Schmuck: Verschiedene Bindetechniken wurden ausprobiert, um Gummis als flexibles Schmuckmaterial zu nutzen. Dabei zeigte sich eine hohe gestalterische Variabilität, jedoch eine geringe Haltbarkeit.


ENDPRODUKT
IDEE
Mein Ansatz begann unkonventionell: Anstatt direkt mit der Theorie zu starten, habe ich zunächst das Potenzial der Gummis durch zahlreiche Experimente erforscht. Ich testete ihre Eigenschaften in Kunst, Musik, Schmuckdesign, Buchbinden und Drucktechniken, um ihre Vielseitigkeit und Grenzen auszuloten.
Erst danach stellte ich mir die Frage: Wie entstehen diese kleinen bunten Gummis eigentlich? Während die allgemeine Herstellung von Kautschuk bekannt ist, erwies sich die konkrete Produktion dieser Gummis als überraschend schwer recherchierbar und oft kompliziert beschrieben.
Daher entschied ich mich, den Herstellungsprozess in einer Infografik visuell aufzubereiten – so klar und einfach, dass er selbst ohne Worte verständlich ist.
PROZESS
Um den Herstellungsprozess der Gummis visuell verständlich darzustellen, habe ich eine Infografik entwickelt. Zunächst zeichnete ich die einzelnen Elemente per Hand, scannte sie ein und bearbeitete sie anschließend in Illustrator.
Bei der Gestaltung war es mir wichtig, die Formen so minimalistisch wie möglich zu halten. Durch die gezielte Reduktion auf das Wesentliche wird der Produktionsablauf klar und intuitiv erfassbar – selbst ohne erklärenden Text. Mein Ziel war es, eine leicht verständliche visuelle Sprache zu schaffen, die den komplexen Prozess vereinfacht und für alle zugänglich macht.
ERGEBNIS
Das Endprodukt ist eine klare, minimalistische Infografik, die den komplexen Herstellungsprozess der kleinen bunten Gummis verständlich darstellt. Durch die reduzierte Gestaltung ist sie intuitiv erfassbar – sogar ohne Worte. Die Kombination aus Handzeichnung und digitaler Bearbeitung verleiht ihr eine präzise, aber dennoch organische Ästhetik.
Durch das Projekt konnte ich nicht nur das Potenzial der Gummis erforschen, sondern auch eine visuelle Lösung entwickeln, die Wissen auf einfache Weise vermittelt.
ABSCHLUSSPRÄSENTATION
REFLEXION
Der Kurs war eine spannende und herausfordernde Erfahrung, die meinen Blick auf Objekte und Materialien verändert hat. Besonders der dreidimensionale Ansatz und die intensive analoge Arbeitsweise haben mir gefallen. Durch das direkte Arbeiten mit den Materialien konnte ich ihre Eigenschaften besser verstehen und gezielt einsetzen.
Ein zentrales Learning war, wie viel sich aus alltäglichen Objekten herausholen lässt, wenn man genauer hinsieht und experimentiert. Die verschiedenen Projekte haben gezeigt, dass selbst kleine Veränderungen in der Verbindung, Struktur oder Funktion eines Objekts völlig neue Bedeutungen schaffen können.
Auch die Mischung aus praktischer Materialerforschung und konzeptioneller Gestaltung fand ich besonders spannend. Es war inspirierend zu sehen, wie unterschiedlich sich Ideen entwickeln, wenn man mit den Händen arbeitet und sich nicht nur auf digitale Prozesse verlässt.
Insgesamt hat der Kurs meinen kreativen Blick geschärft und mir neue Methoden vermittelt, um Material und Form bewusster zu nutzen – eine Erfahrung, die ich definitiv weiter in meine Arbeit einfließen lassen werde.