Ein Design-Garten in der Mitte Berlins

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Warum publicgarden?

Für die Wahl meines Praktikums war es mir besonders wichtig, eine Stelle zu finden, deren Werte mit meinen eigenen (Nachhaltigkeit, Ökologie, soziales Engagement etc.) übereinstimmen. Ein weiterer zentraler Aspekt bei meiner Suche war die Möglichkeit, mit Infografiken und Illustrationen zu arbeiten, da ich ein großes Interesse an der visuellen Aufbereitung von komplexen Inhalten habe. Publicgarden überzeugte mich in beiden Punkten: Die Agentur betreut zahlreiche Kunden mit ökologischen und sozialen Projekten, die sich mit meinen Werten decken, und bietet zudem Infografiken / Illustration als festen Bestandteil ihrer Leistungen an.

Unternehmenskultur & Aufbau

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Die Publicgarden GmbH wurde im Jahr 2005 von den Diplom-Designern Martina Murtfeld und Jörg Rennerich gegründet und wird seit 2010 in den geschäftsführenden Tätigkeiten von der Diplom-Kommunikationswirtin Katja Karina Kapelle unterstützt. Das mittlerweile 20-köpfige Team vereint Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen des Print- und Online-Kommunikationsdesigns, was sich in einem breiten Leistungsspektrum widerspiegelt.

Das Print-Team entwickelt unter anderem Corporate Designs, die Logos, Icons, Farbwelten und Brand-Identity-Konzepte umfassen. Dazu gehören auch Leistungen im Bereich Corporate Publishing, wie die Erstellung von Broschüren, Magazinen, Geschäftsberichten und Texten sowie Infografiken, Illustrationen und Animationen. Das Online-Team widmet sich UX- und UI-Design, Webdevelopment und Onlinemarketing. Ergänzt wird dies durch teamübergreifende Leistungen in Strategie und Beratung, darunter die Durchführung von Kreativ-Workshops, die Prüfung laufender Projekte und die Entwicklung von Digital- und Design-Konzepten.

Die Unternehmenskultur bei Publicgarden ist äußerst familiär, und ich habe mich von Anfang an willkommen und integriert gefühlt. Das Team ist nicht nur hilfsbereit, sondern hat mir auch viel Vertrauen entgegengebracht, indem es mir Freiraum für eigene Ideen und Mitwirkung an großen Projekte gab. Diese offene und unterstützende Atmosphäre spiegelt sich auch in der langjährigen Betriebszugehörigkeit vieler Mitarbeiter*innen wieder – einige sind bereits über 15 Jahre Teil des Unternehmens, was für mich ein klares Zeichen für die positive Arbeitsatmosphäre ist.

Publicgarden lebt seine Leidenschaft für Design in all ihren Facetten, was sich auch in ihrer Philosophie widerspiegelt: Der Name „Publicgarden“ steht für den Designansatz, bei dem Kommunikation wie ein Garten gestaltet wird – ein durchdachter Raum, der Kreativität und Inspiration ermöglicht. Besonders beeindruckt hat mich das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Durch die Nutzung ökologisch unbedenklicher Produkte und Technologien sowie die gezielte Zusammenarbeit mit Partnern, die ähnliche Werte teilen, zeigt publicgarden, wie es seine Werte in die Praxis umsetzt.

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Arbeitsalltag

Während meines Praktikums bei Publicgarden habe ich einen strukturierten und abwechslungsreichen Arbeitsalltag erlebt. Ich arbeitete an fünf Tagen die Woche jeweils sechs Stunden, insgesamt also 30 Stunden pro Woche. Mein Arbeitstag begann zwischen 8:30 und 9:00 Uhr, wobei ich zunächst meine E-Mails durchging, beantwortete und einen Tages- sowie Aufgabenplan erstellte.

Um 9:30 Uhr fand das tägliche Meeting statt, in dem Aufgaben mit dem Printteam und einem Teil der Geschäftsleitung besprochen wurden. Hier wurden Rückfragen geklärt, organisatorische Themen angesprochen und gelegentlich auch konzeptionelle Inhalte diskutiert. Nach dem Daily-Meeting widmete ich mich den laufenden Projekten, führte interne oder externe Meetings durch und recherchierte zu verschiedenen Themen, die für die Projekte relevant waren.

Das Arbeitsmodell bei Publicgarden bietet eine hohe Flexibilität. Neben dem verpflichtenden Daily-Meeting konnte ich meine Arbeitszeiten weitgehend selbst gestalten. Auch die Homeoffice-Regelung war flexibel, sodass ich etwa zur Hälfte der Zeit im Homeoffice und zur anderen Hälfte im Büro arbeitete. Diese Flexibilität ermöglichte es mir, meine Arbeit effizient zu organisieren.

Austausch, Kommunikation und Prozesse

Bei Publicgarden erfolgt die gesamte Kommunikation entweder face-to-face oder über Microsoft Teams. Die Kommunikationskultur ist ausgesprochen offen und inklusiv; alle Teammitglieder werden in den Austausch eingebunden, um gemeinsam Lösungen zu finden. Diese Offenheit ermöglichte es mir, mich gehört zu fühlen und aktiv einzubringen. Der regelmäßige Austausch und die kollaborative Arbeit an Lösungen und Ideen, insbesondere wenn die eigenen Grenzen der Ideen oder Fähigkeiten erreicht waren, waren wesentliche Bestandteile meines Arbeitsalltags.

Im Bereich der Designprozesse und -rollen gibt es bei Publicgarden eine klar strukturierte Organisation. Im Online-Team kümmern sich drei Projektleiter um die Koordination, Konzeption und Terminverwaltung der Projekte. Die übrigen Designer*innen setzen die Projekte um und stehen in direktem Kontakt mit den Auftraggebenden, um Feedbackschleifen so kurz und effizient wie möglich zu halten. Nach der Fertigstellung der Designs übernehmen die Webentwickler die technische Umsetzung, und die Contentmanager kümmern sich um die Integration des Contents.

Mein Hauptfokus lag im Printteam, daher kann ich detailliertere Einblicke in die Abläufe dieses Teams geben. 

Im Printteam sind die Geschäftsleitung, insbesondere Katja und Martina, für Akquise, Angebotserstellung und als Feedback-Instanz tätig und übernehmen auch Aufgaben bei wichtigen Projekten. Jeder Mitarbeiter betreut mehrere Kund*innen und kümmert sich um die jeweiligen Projekte. Große Projekte werden je nach Kapazität und Expertise im Team aufgeteilt.

Der Designprozess im Printteam beginnt mit einem Briefing zum Kunden oder Projekt. Falls nicht bereits im Vorfeld geklärt, findet ein Kundenmeeting statt, um die Konzeption und den Umfang des Projekts zu besprechen. Nach der Klärung werden die Aufgaben aufgeteilt und bearbeitet. Die Entwürfe werden dann im Team besprochen und es folgen meist ein bis zwei Feedback-Loops. Nach finaler Abstimmung werden die Entwürfe an die Kund*innenen geschickt. Das Team wartet auf die endgültige Abnahme oder notwendige Anpassungen, bis der Kunde das OK gibt. Schließlich erfolgt der Export und die Zusendung im gewünschten Format, und alle relevanten Dateien werden extern gesichert.

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Projekte, Aufgaben und Learnings

Während meines Praktikums bei Publicgarden konnte ich umfassende Einblicke in verschiedene Bereiche der grafischen Gestaltung sowohl im Print- als auch im Online-Bereich gewinnen. Ich hatte die Gelegenheit, in den Bereichen grafische Konzeption, Layout, Satz, Reinzeichnung und Kundenkommunikation zu arbeiten und unterschiedliche Designprozesse kennenzulernen.

Icon-Design: Neukonzeption und Rebrush von Icons

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Icondesign basierend auf dem Corporate Design (CD) des Verbandes

Social-Media-Kampagnen: Visuelle Konzeption und Storytelling, Gestaltung von Postings

Geschmacksmuster für Social Media (SoMe) basierend auf dem neuen CD des Verbands, Design von SoMe Posts basierend auf vom verband erhobenen Daten

Grafik-Design: Gestaltung von Illustrationen und Infografiken sowie verschiedener Grafiken wie Teams- und App-Hintergründe, Boxelemente für Websites

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Infografik zu Entwicklungshilfen in der Sahelzone

Infografiken über Umfragedaten zum Thema „Selbstmedikation“

 Infografiken zur Eisenhower-Matrix (l.) und dem OKR Prinzip (II.)

Konzept- und Designentwurf für eine animierte Infografik zu erhobenen Daten des Verbands

Link zur Animation: https://www.pharmadeutschland.de/publikationen/zahlen-fakten/

Layout-Design: Gestaltung von Webinar-Übersichten, Visitenkarten, Rollups und Briefbögen, sowie Konzeption und Umsetzung eines Magazinartikels

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Layoutdesign einer Webinarübersicht

Außerdem: 

  •  Präsentations-Design: Erstellung von Mockups, auch in PowerPoint

  • Logo-Design: Neuentwicklung von Logo

  • Messe-Design: Neukonzeption von Messeständen und Messeausstattungen mit interaktiven Bestandteilen, unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte

Während meines Praktikums bei Publicgarden konnte ich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich enorm wachsen. Besonders im Umgang mit Kund*innen habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Durch Besprechungen, Projekt-Pitches und die kontinuierliche Kommunikation bezüglich Feedback habe ich meine sozialen Kompetenzen in der Interaktion mit Kund*innen deutlich verbessert. Diese Situationen haben mir geholfen, souveräner und sicherer im direkten Austausch zu werden.

Zudem konnte ich meine Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen Designtools weiter festigen. Ob in Adobe Illustrator, Photoshop, Figma oder Indesign – ich habe diese Programme noch intensiver genutzt und neue Funktionen sowie Arbeitsweisen entdeckt. Auch die Microsoft Office Anwendungen, die in der Kommunikation und Präsentation eine Rolle spielten, habe ich routiniert eingesetzt.

Eine weitere wichtige Erkenntnis war die Professionalisierung meiner Design- und Arbeitsprozesse. Ich habe gelernt, effizienter und schneller zu arbeiten, ohne dabei an Tiefgründigkeit und Sorgfalt zu verlieren. Gleichzeitig konnte ich meine eigenen Designprozesse besser strukturieren und verfeinern, was mir im gesamten Workflow zugutekam.

Ein besonders bedeutender Schritt für mich war die Anerkennung meiner eigenen Leistungen. Durch die positive Rückmeldung meines Teams habe ich gelernt, das sogenannte Impostersyndrom zu überwinden und mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten zu gewinnen. Das hat mir geholfen, selbstbewusster und sicherer in meiner Arbeit zu werden.

Nicht zuletzt habe ich wertvolle Erkenntnisse unter professionellen Rahmenbedingungen gesammelt. Das Arbeiten an Projekten mit strikten Zeitvorgaben und die Balance zwischen Design-Theorie und den Wünschen der Kund*innen haben mich gelehrt, wie wichtig Flexibilität und ein lösungsorientierter Ansatz in der Praxis sind.

Resümee

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Vorteile von publicgarden

Publicgarden bot zahlreiche Vorteile, die mein Praktikum zu einer bereichernden Erfahrung gemacht haben. Die zentrale Lage in der Nähe der Friedrichstraße ermöglichte eine perfekte Anbindung, und das fantastische Team aus wunderbaren Menschen, trug maßgeblich zu einer positiven Arbeitsatmosphäre bei. Publicgarden legt enormen Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit, was sich in den flachen Hierarchien widerspiegelt, in denen jede*r gehört und einbezogen wird. Das Arbeitsvolumen war angemessen und bot gleichzeitig genügend Raum, um meine Kreativität und mein Skillset in verschiedenen Projekten zu entfalten und auszubauen. Besonders schätze ich an der Agentur, die Arbeit mit Kunden aus nachhaltigen oder sozial engagierten Bereichen, durch die mir die Arbeit an interessanten und gesellschaftlich relevanten Projekten ermöglicht wurde.

Uni x Praxis

In Bezug auf den Theorie-Praxis-Vergleich habe ich während meines Praktikums die Chance genutzt, meine Schwerpunkte weiter zu vertiefen. Mein Interesse liegt nach wie vor in den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Infografiken und Illustration, und die Projekte bei publicgarden boten mir wertvolle Gelegenheiten, meine Fähigkeiten in diesen Feldern weiter auszubauen. Die theoretischen Grundlagen aus meinem Studium haben mir dabei geholfen, den Anforderungen gerecht zu werden und die Projekte erfolgreich umzusetzen.

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Fazit

Nach fünf Monaten bei Publicgarden kann ich sagen, dass meine Erwartungen voll und ganz erfüllt wurden. Von Tag eins an fühlte ich mich als festes Mitglied der Agentur und genoss die freundliche, respektvolle Arbeitsatmosphäre. Durch das Vertrauen, das meine Kolleg*innen und die Geschäftsleitung in mich setzten, war ich von Anfang an in verschiedene Projekte involviert und konnte meine Designstimme einbringen. Ich konnte sowohl mein Design-Skillset als auch meine sozialen Kompetenzen erweitern und habe viel über die Arbeit einer Agentur wie Publicgarden gelernt. Alles in allem bin ich sehr dankbar für die tolle Zeit und freue mich umso mehr, dass ich seit September als Werkstudent weiterhin Teil des Teams sein darf.

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Video-Präsentation

PW: publicgarden