Erste Aufgabe
Beim zweiten Termin haben wir einen kurzen Dokumentarfilm von Sister Corita Kent geguckt. Sister Corita Kent hat als Kunstlehrerin viel Wert darauf gelegt, den Studenten und Studentinnen beizubringen, wie sie die Welt beobachten sollen. Im Anschluss haben wir zwei Aufgaben von Sven bekommen: Die erste Aufgabe war es, ein kleines Quadrat aus einem Blatt Papier auszuschneiden und die Welt durch dieses kleine Quadrat zu sehen; Die andere Aufgabe war 100 Fotos von Typografie zu machen – die Bilder konnten aus dem Supermarkt sein oder von Straßenschildern oder aus Büchern.






Zweite Aufgabe
Die zweite Aufgabe bestand darin, einen Vortrag über einen Künstler oder eine Künstlerin zu halten, der/die einen rebellischen oder experimentellen Geist hat. die Namenliste der Künstler/innen bekamen wir von Seven. Jeder von uns sollte eine/n Künstler/in von der Liste auswählen und einen Vortrag über diese Person halten. Ich habe Tom Twobly ausgewählt, weil seine Arbeit für mich total unverständlich aussah. Ich wollte die Herausforderung annehmen und sehen, ob ich durch meine Recherche seine Werke anderen erklären könnte.
Die Werke von Tom sind sehr umstritten. Seine Arbeit hat weder konkrete Figuren noch saubere Linien. Man kann sagen, dass seine Arbeiten auf den ersten Blick wie Scribbles von Kindern aussehen. Aber Tom hat seine Arbeiten absichtlich so gemacht, weil er durch die Farbe und die chaotischen Strokes die Emotion direkt ausdrücken will. Darüber hinaus waren seine Arbeiten ein sehr mutiger Versuch in seiner Zeit, weil viele Leute einen solchen Stil nicht akzeptieren konnten oder wollten.








Erstes Projekt: Langzeitbelichtung
Drucken mit Hilfe der Sonne. Wir haben unterschiedliche Buchstaben (Typografie allgemein) aus Papier ausgeschnitten und dann auf ein blaues Blatt Papier geklebt. Danach haben wir das blaue Blatt am Fenster aufgehängt. Das Blatt haben wir dort hängen lassen. Die Farbe des blauen Papiers wurde nach einer Woche heller und so blieb die ausgeschnittene Typografie auf dem Papier zurück.

Zweites Projekt: Poetry aus einem Wort
Im zweiten Projekt sollten wir ein Gedicht dichten und zwar aus nur einem Wort. Ich habe viele Male bei meinem Tischnachbarn nachgefragt, weil ich dachte, dass ich die Aufgabe falsch verstanden habe. Ich habe schließlich ein Gedicht aus dem Wort “JavaScript” gedichtet, weil es meine Lieblingsprogrammiersprache ist. Danach mussten wir das Gedicht noch vor dem gesamten Kurs vorlesen, mindesten eine Minute lang. Ich habe es beim ersten Mal nicht geschafft, und habe zwei Versuche gebraucht. Sven und die anderen Studenten und Studentinnen waren aber voll nett und sie haben mich stark ermutigt.
Drittes Projekt: Paperset Posters
In diesem Projekt sollten wir einen Text aus der ersten Aufgabe nehmen und in der “Franklin Gothic Extra Condensed Bold” setzen. Danach sollten wir den Text ausdrucken, ausschneiden und mit den Buchstaben ein neues Poster konstruieren. Ich fand den Prozess interessant, weil man am Ende was unerwartetes bekommen hat. Die finale Arbeit war total anders, als die Vorstellung, die man vorher im Kopf hatte. Analog zu arbeiten ist viel weniger effektiv als digital zu arbeiten, trotzdem hat mir der Prozess Spaß gemacht. Ich habe zwar die Schrift “Franklin Gothic” vorher schon oft gesehen, aber als ich die Buchstaben ausgeschnitten habe, war ich trotzdem von den sauberen, geraden Linien und schmalen Formen dieser Typografie beeindruckt. Diese Typografie hat mir gut gefallen und ich konnte sie so besser kennenlernen.








Viertes Projekt: Monotypie
Sven hat uns gezeigt wie der Prozess genau abläuft. Ich musste ziemlich viel Kraft reingeben, um die Arbeit zu drucken.

Fazit
Der Kurs war sehr interessant und ich habe viel Inspiration bekommen. Ich habe gedacht, dass ein Typografiekurs langweilig sein könnte und man vielleicht viel auswendig lernen müsste. Sven hat uns eine neue Art und Weise beigebracht, wie man mit Typografie herumspielen und experimentieren kann. Er hat uns auch beigebracht, wie man die Kunst im Leben beobachten und entdecken soll und wie man von anderen Künstlerinnen und Künstlern sich inspirieren lassen kann. Ich habe viel gelernt und bin mit dem Kurs sehr zufrieden.