Die Rigaer Straße ist ein Ort des Widerstands. Um die 90er-Jahre entstehen, durch die Hausbesetzer-Bewegung, mehrere Hausprojekte und Wohngemeinschaften. Ein Teil der Hausbesetzungen werden 1992 durch den Abschluss von Mietverträgen legalisiert wohingegen andere 1997 durch das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz geräumt werden. Heute kämpfen die übrig gebliebenen Gemeinschaften um den Erhalt, doch zwischen den luxuriösen Neubauten schwinden zunehmend die bemalten Fassaden. Dieser Kampf ist neben Demonstrationen, Polizeikontrollen und -aufkommen auch visuell laut im Straßenbild zu erkennen. Parolen werden auf Häuserwände gesprüht, Bettlaken bepinselt und aus den Fenstern gehangen, Banner mit Klebeband gestaltet … Die Typografie ist allgegenwärtig. ‚Rigaer‘ dokumentiert diese in Form von Typografieexperimenten und stilisierter Dokumentationsfotografie im Rahmen einer Zeitung. Mittel für die Experimente waren vor allem Monotypie, Marker und Sprühfarbe. Aus den 32 Seiten ergeben sich auseinander gefaltet 8 Plakate, die jeweils eines der Hausprojekte der Rigaer Straße abbilden.

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